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schluck dich satt, Schatz
Wichser bewahren Hobbyhure vor Hungertod
Hobbyhure Ava ist ein umtriebiges Wichs-Tantchen. Die Männercreme will sie geschüttelt, nicht verschüttet. Und da sie in Wilmersdorf bei den Wichsfreunden die Sahnevorräte bereits leer saugte, sucht sich Ava seit Neuestem nun auch in Kreuzberg, in Don Gallos schmuckem, höhlenartigem Domizil, Freiwillige zur Spermaspende. Für 30,00 Euro Steifschleudergebühr bekam man ein Glas Weißwein gegen die Nervosität, selbstgeschmierte Brötchen zur Stärkung, ehe Ava die Schw*nze einer minuziösen mündlichen Prüfung unterzog. Erstaunlicherweise erhielten alle Teilnehmer die gleiche Note von ihr: befriedigend. Der Veranstaltungsort liegt am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg und zwar in unmittelbarer Nähe der Fernsehstudios von Beate-Uhse-TV. Und nur ein paar Ecken weiter in der Blücherstraße hat das kultige Erotik-Label Inflagranti in einer ehemaligen Fabrik ein ganzes Loft bezogen. Wer die Abenteuer-Gene in sich spürt, der hätte den Bukkakebesuch bei Ava gleich mit einem Rundgang zu den rote-Laterne-freien Stätten nutzen können, an denen Sex für die ganze Welt produziert wird. Sie sehen von außen absolut unscheinbar aus. Bei Inflagranti könnten Sie sich bei der Sekretärin zudem den Fragebogen für die einmalige oder regelmäßige Teilnahme am monatlichen Gangbang abholen. So gibt es wenigstens pro forma einen Grund dafür, warum Sie hier vorstellig werden mussten.
Das Bruderherz des Initiators Don Gallo spielt heute die „Puffmutter“, nimmt mir am Eingang die Moneten ab und führt gewissenhaft die Anwesenheitsliste. Immerhin elf Herren dürften sich heute wohl schon den ganzen Tag darauf gefreut haben, in das gierigste Frauenmäulchens Berlins hineinzuspritzen. Jedenfalls meldeten sich elf Herren an, die auch fast alle erschienen.
Als ich den Intimitätsverschleierungsvorhang hinterm Eingang nach der Bezahlung öffnen darf, grinst mich Ava frech an. Mit ihren hochhackigen weißen Kniestiefeln, ihrer hauteng sitzenden Lieblingsbluse, woraus uns ihr Dekolletee praktisch in die Augen springt, und den halterlosen Strümpfen sitzt sie inmitten der bereits anwesenden Männerschar, hilft mit Worten und Berührungen dabei sich zu akklimatisieren, anzukommen, Vertrauen zu fassen. Ava begrüßt mich mit dicken Schmatzern auf beide Wangen. Einen Kollegen kenne ich von diversen anderen Events. Wir begrüßen uns kameradschaftlich. Und schnell bin ich im Smalltalk der Gemeinschaft integriert und wir quatschen eine große Themenpalette durch: von den aktuelle Haushaltskürzungen der Bundesregierungen bis zum unglaublichen Einfluss der Lobbyisten in allen westlichen Staaten. In den ehemaligen Staaten des Ostblocks erwartete man ja nichts anderes als Vetternwirtschaft und Korruption, weshalb wir dies nicht thematisieren. Eine intelligente Runde - allesamt sind wir nicht auf den Mund gefallen.
Ava stellt als Freundschaft- und Willkommensgeste ihre selbstgeschmierten und liebevoll belegten Käse-, Schinken- und Salamibrötchen auf den Tisch. Wir greifen mit kleinem Hunger zu und mampfen im Laufe des Events tatsächlich das komplette Büffet leer. Liebe und Sex gehen halt durch den Magen. Als ein türkischer Kollege gerade herzhaft in ein Salamibrötchen beißt fragt Ava: „Darfst du das überhaupt essen? Allah erlaubt doch kein Schweinefleisch, oder?“ Der Bruder des Veranstalters Don Gallo reagiert blitzgescheit und schlagfertig: „Allah steht nicht Verteiler. Der erfährt nix.“
Dann schlendert Ava in das Nebenzimmer und setzt sich erwartungsfroh aufs Bett. „Schaut mal wie hart die Matratze ist, die eignet sich ja super.“ Ich laufe hinüber, wir beide hopsen probehalber drauf rum. Sie erhält meine uneingeschränkte Zustimmung. Wenige Sekunden später fallen die Slips, Tangas, Boxershorts … Ava ist umzingelt von männlicher Standfestigkeit und alle diese Steifen wollen mit ihrem Mund Freundschaft schließen. Rücksichtsvoll lässt sich kein Mann in der Gruppe zu lange blasen und lässt gern den Nebenmann zum Zug. So macht es Laune. Der Türke kommt als Erstes. Er grinst sehr zufrieden und die Spermamenge läuft Ava ein wenig aus dem Mund heraus, was er in deutscher Gründlichkeit sofort vom Bettlaken wegwischt. Da alle ein ziemliches Tempo vorlegen, falle ich als Schnellspritzer heute überhaupt nicht auf. Und während Ava von einem Kollegen so gekonnt gefistet wird, dass sie beim Blasen von mir kaum noch Luft kriegt, legt sie sich schnell in Positur, damit ich auch ja ihr freches Gesicht mit meiner Fontäne treffe. Das macht echt Spaß.
Nach gerade mal gut zehn Minuten sind alle sieben Mann abgenudelt und Ava sieht sich erstaunt um: „Was denn, hab ich wirklich schon alle einmal durch?“ Zwei machen sich auf zum Arbeitsplatz, wir anderen lassen uns selbstverständlich die zweite Runde nicht entgehen. Ava raucht ein Zigarettchen und gesellt sich wieder mitten in unseren Herrengesprächskreis, prustet uns mit Weißwein aus Saftgläsern zu. Es trudeln noch ein paar Verspätete ein, die sich mühelos in unsere Gemeinschaft einfügen.
Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt immer Deutschland, so erklärte ein englischer Fußballspieler einst den Sport. Angelehnt an diese Äußerung möchte ich sagen: der Bukkake dauerte exakt 90 Minuten (von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr) und am Ende haben die Männer mehrmals abgespritzt. Bei Ava ist das garantiert. Und so verlassen wir, verabschiedet mit aufrichtigem Dankeschön und dem Versprechen, es unbedingt bald mal wieder zu machen, den Eventort. Glücklich. Und sehr, sehr befriedigt.